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Eine rechtliche Übersetzung erfordert höchste sprachliche Präzision, denn Sprache und Wortwahl können über den Erfolg oder Misserfolg eines Rechtstextes entscheiden.
Bei der Übersetzung von Verträgen, Reglementen, Statuten oder Testamenten zählen korrekte Fachbegriffe und rechtssichere Formulierungen ganz besonders. Schon ein einziges Wort, das falsch interpretiert wird, kann Vermögensansprüche gefährden und langwierige Streitigkeiten auslösen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Rechtsübersetzungen so heikel sind, welche Risiken bestehen und wie Sie teure Übersetzungsfehler vermeiden.
«Lowick Rose LLP v Swynson Ltd» (UK Supreme Court, 2017)
Dieser Fall zeigt, wie die Fehlqualifikation eines Anspruchs zum Totalverlust führen kann. Während eine Indemnity (Freistellung) den Kläger schützt, auch wenn Dritte einspringen, setzen Damages (Schadenersatz) einen verbleibenden Schaden voraus.
Da der Begriff im Verfahren als Schadenersatz eingeordnet wurde, verlor der Kläger Ansprüche in Millionenhöhe, weil eine Drittzahlung den Schaden rechtlich «löschte».
«Global Distressed Alpha Capital I Limited v Herman» (Bermuda Court of Appeal, 2023)
Hier führte die unpräzise Auslegung einer Indemnity-Klausel im Zusammenspiel mit einer Waiver-Bestimmung (Verzichtserklärung) dazu, dass geschädigte Investoren leer ausgingen. Die Kläger versuchten, die Geschäftsführung (Directors) für Verluste haftbar zu machen.
Das Gericht entschied jedoch, dass die sprachliche Fassung der Satzung einen so umfassenden Schutz bot, dass interne Haftungsansprüche faktisch ausgeschlossen waren. Die falsche Interpretation der Reichweite dieser «Freistellung» blockierte Forderungen in Millionenhöhe.
Urteil Bermuda Court of Appeal
In der viersprachigen Schweiz ist die Vermittlung rechtlicher Inhalte in unterschiedlichen Sprachen Alltag. Aber auch wenn ein Schweizer Unternehmen im Ausland tätig ist, sind rechtliche Dokumente zu übersetzen. Sprachliche Diskrepanzen zwischen den Amtssprachen oder gegenüber dem Englischen führen hierzulande zwar seltener zur Aufhebung von Urteilen, verursachen aber regelmässig:
Selbst kleine Abweichungen beispielsweise in der rechtlichen Übersetzung eines Handelsregisterauszugs können die weiteren Schritte verkomplizieren und Kosten erheblich erhöhen – ein Risiko, das oft unterschätzt wird.
Ob Scheidungsurteil, Arbeitsvertrag, Vollmacht, Rechtshilfeersuchen oder in der Schweizer Schiedsgerichtsbarkeit – die korrekte Übersetzung juristischer Begriffe ist entscheidend. Kleine Fehler können zu jahrelangen Verzögerungen, unnötigen Kosten und finanziellen Einbussen führen.
Wer rechtliche Texte korrekt übersetzen lassen möchte, sollte daher auf einen Rechtsübersetzer mit juristischer Expertise und mit entsprechender Muttersprache setzen. Nur so lassen sich teure Rechtsübersetzungsfehler vermeiden.
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